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DLRG Brühl an Nord- & Ostsee

Veröffentlicht: 31.08.2026
Autor: Nicole Geske
@Andrea Graupe
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@Silke & Achim Malzmüller
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@Simon Schwabe
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Ehrenamtlicher Wachdienst auf Föhr, Pellworm, in Grömitz und am Timmendorfer Strand

In den Sommermonaten zieht es Mitglieder der DLRG Ortsgruppe Brühl e.V. regelmäßig auch an die deutsche Küste. Im Rahmen des Zentralen Wasserrettungsdienstes Küste (ZWDK) unterstützen unsere ehrenamtlichen Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer die Stationen an Nord- und Ostsee. Vor Kurzem vertraten gleich vier Brühler (Teams) unsere Ortsgruppe auf den nordfriesischen Inseln Föhr und Pellworm, im Ostseebad Grömitz sowie am Timmendorfer Strand.

 

Von Wachtürmen und der Nordseetaufe: Einsatz in Nieblum auf Föhr

Für Andrea ging es für eine Woche auf die Insel Föhr. Gemeinsam mit vier weiteren DLRG-Kräften aus dem Bundesgebiet sowie Rettungshund Bruno unterstützte sie den Wasserrettungsdienst im beschaulichen Nieblum. Auf zwei Wachtürmen sicherten die Ehrenamtlichen den Strand- und Badebetrieb ab.

Der Tag an der Küste folgt einer klaren Routine:

  • Morgenritual: Pünktlich zum Dienstbeginn wird die DLRG-Flagge gehisst, die aktuelle Windstärke gemessen und die Informationstafel für die Strandgäste mit Wassertemperatur und Gezeitenzeiten beschriftet.

  • Präsenz am Strand: Auf regelmäßigen Streifengängen über den Strand stehen die Retter nicht nur für Erste-Hilfe-Leistungen – wie das klassische Pflasterkleben bei kleinen Schnittwunden – bereit, sondern suchen auch das direkte Gespräch mit den Badegästen, um über Gefahren wie Strömungen zu informieren.

  • Tradition: Neben den Wachaufgaben durfte die traditionsreiche Nordseetaufe nicht fehlen. Unter den wachsamen Augen von Meeresgott Neptun wurden die neuen Wachgänger mit einer Taufe in der Brandung offiziell in die Küstenwachgemeinschaft aufgenommen.

 

Im Rhythmus der Gezeiten: Wachdienst auf der Insel Pellworm

Parallel sicherten Silke und Achim einen Strandabschnitt auf der grünen Insel Pellworm ab – ein Revier, das vor allem durch seine weitläufigen Wattflächen und die beeindruckenden Gezeiten geprägt ist. Auf Pellworm, wo sprichwörtlich mehr Schafe als Einwohner leben, bestimmt das Meer den Dienstplan: Der sechsstündige Wachtag richtet sich punktgenau nach dem Hochwasser (drei Stunden vor bis drei Stunden nach dem Höchststand).

Zu den täglichen Aufgaben gehörten:

  • Sicherheits-Check: Nach dem Hissen der Flagge und dem Eintragen aller Wetter- und Gezeitendaten auf der Wachtafel stand die tägliche Funkprüfung mit der Leitzentrale an.

  • 800-Meter-Kontrolle: Bei regelmäßigen Kontrollgängen entlang des 800 Meter langen Strandabschnitts galt es, die Badegäste im Watt und im Wasser stets im Blick zu behalten.

  • Gefahren im Watt: Im Gezeitenrevier ist besondere Vorsicht geboten, um Wattwanderer und Schwimmer rechtzeitig vor auflaufendem Wasser oder tiefem Schlick zu warnen und im Notfall schnell eingreifen zu können.

 

Wachdienst im Ostseebad Grömitz

Auch an der Ostseeküste war die DLRG Brühl vertreten: Unser Mitglied Lukas leistete für rund neun Tage ehrenamtlichen Wachdienst im beliebten Ostseebad Grömitz. An einem der Hauptbadeorte der Lübecker Bucht sorgte er gemeinsam mit Kräften aus ganz Deutschland für die Sicherheit der zahlreichen Urlaubsgäste. Zu seinen Aufgaben gehörten neben der visuellen Überwachung des belebten Strand- und Schwimmbereichs auch die schnelle Hilfe bei kleineren medizinischen Notfällen sowie die Unterstützung bei der Personensuche an stark frequentierten Strandabschnitten.


Vielseitigkeit und Einsatz im Hotspot am Timmendorfer Strand

Eine ebenso ereignisreiche wie anspruchsvolle Woche erlebte unser Mitglied Simon am Timmendorfer Strand. Als Teil eines riesigen Teams von über 70 Wachgängerinnen und Wachgängern, die in dieser Woche den stark frequentierten Ostsee-Küstenabschnitt absicherten, blickt er auf ein besonders abwechslungsreiches Aufgabenfeld zurück.

Neben Streifendiensten und Unterstützung im örtlichen Schwimmbad war Simon unter anderem als Bootsgast auf dem DLRG-Rettungsboot sowie mit dem ATV (Sanitätsmobil) am Strand unterwegs. Das Spektrum reichte von kleinen Versorgungen vor Ort bis hin zur Mitwirkung bei komplexen Großrettungseinsätzen, bei denen auch der Rettungshubschrauber zum Einsatz kam. Um für solche Notfälle bestens vorbereitet zu sein, stellte Simon seine Fitness unter anderem beim anspruchsvollen „Run-Swim-Run“-Test unter Beweis. Neben der Fülle an Einsätzen stand jedoch auch die Kameradschaft im Fokus, die nach Dienstende in der gemeinsamen Unterkunft mit über 30 Helferinnen und Helfern intensiv gepflegt wurde.

 

Großes Engagement für die Sicherheit aller Badegäste

Ob an den sandigen Stränden von Föhr oder den Deichen von Pellworm – der ehrenamtliche Einsatz unserer Mitglieder zeigt, wie stark die DLRG-Gemeinschaft bundesweit vernetzt ist. Wir bedanken uns herzlich bei Andrea, Lukas, Simon, Silke und Achim für ihren unermüdlichen Einsatz an der Küste und ihr Engagement für die Sicherheit der Urlaubsgäste!

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