Landesmeisterschaften der Senioren 2018

Seniorenlandesmeisterschaften im Rettungsschwimmen am 03.11.2018 in Geilenkirchen

Sieg der Brühler Mannschaft in der Altersklasse 120 männlich mit einem Punkt Vorsprung.

Bei den Seniorenlandesmeisterschaften in Geilenkirchen konnten wir eine Mannschaft in der Alterklasse 120 männlich an den Start bringen. Die Mannschaft um Jessica Theis, Michael Mühlbauer, Daniel Tauscher und Nico Wasilewski trat erstmals in dieser Besetzung gemeinsam an und musste sich direkt gegen starke Konkurrenz beispielsweise aus den Ortsgruppen Rheurdt-Scharphuysen, Kempen und Wuppertal behaupten. Das Ziel der Mannschaft war daher, zumindest einen Platz auf dem Podest zu erreichen.

Nach dem ersten Lauf konnte sich die Brühler Mannschaft auch auf Rang Zwei hinter den Kameraden aus Rheurdt-Scharphuysen platzieren. Im zweiten Lauf gelang es unserer Mannschaft dann aber über eine starke Leistung in der Gurtretterstaffel auf den ersten Rang vorzurücken.

Nach dem zweiten Lauf sah es nach einem Zweikampf zwischen Brühl und Rheurdt-Scharphuysen um den Titel aus, was sich bestätigte.

Die Gegner aus Rheurdt-Scharphuysen konterten mit einer starken Leistung im dritten Lauf und setzten sich wieder an die Spitze mit einem Vorsprung von nur wenigen Punkten.

Die Entscheidung fiel in der letzten, der Hindernisstaffel. Diese konnte unsere Mannschaft mit einer starken Teamleistung knapp gewinnen.

Die Spannung war groß, die Erleichterung und Freude umso größer als die Endergebnisse bekannt gegeben wurden. Mit einem Punkt Vorsprung konnte sich die Brühler Mannschaft vor Rheurdt-Scharphuysen den Landesmeistertitel sichern und hat sich damit für die Deutschen Seniorenmeisterschaften im kommenden Jahr qualifiziert.

WM 2018

Medaillenregen bei Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen Down-Under

 

 

Gisa Fähnrich wurde Weltmeister!

 

Von der DLRG Ortsgruppe Brühl haben Gisa Fähnrich und Stefan Engelhardt in Begleitung seines Betreuers Jens den weiten Weg nach Australien auf sich genommen um an der Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen teilzunehmen. Nein – sie wollten beide nicht nur teilnehmen sondern auch erfolgreich sein. Zunächst ging es drei Tage um die Disziplinen im Schwimmbad, gefolgt von drei Tagen voller einsatznaher Szenarios am Meer.

 

Gisa setzte direkt am ersten Tag eine enorme Marke. Sie gewann mit ihren Kameradinnen aus Duisburg Homberg in der 4 x 50m Hindernisstaffel Gold und wurde damit Weltmeisterin! Am Vormittag fanden allerdings erst einmal die Einzelwettkämpfe statt. Es ging über die Strecke von 200m, bei der acht Hindernisse untertaucht werden müssen. Beide Brühler schafften es ins Finale. Gisa wurde dort in der Altersklasse (AK) 30 vierte, während Stefan es in der AK50 auf Platz 5 brachte.

 

Am zweiten Tag wurde als erstes die technisch anspruchsvollste Disziplin 100m Retten mit Flossen und Gurtretter absolviert. Dabei schwimmt man über 50m mit dem Gurtretter eine Hartkörperpuppe an, klinkt diese in den Gurt ein und schleppt sie über die restlichen 50m ins Ziel. Gisa schaffte es mit 4/100 Sekunden Rückstand auf die Drittplatzierte auf den vierten Platz. Jens hielt die Puppe für Stefan bereit, konnte aber nicht verhindern, dass dieser den Gurt nicht um die Puppe bekam und wertvolle Sekunden verlor. Doch am Ende reichte es noch zum 3. Platz und damit zu seiner ersten Bronze-Medaille. Danach wurden die Gurtretterstaffeln gestartet und Gisa schaffte es mit ihrem Team erneut auf das Podest. Diesmal sicherten sich die Damen den zweiten Platz und holten Silber. Am Nachmittag retteten Gisa und Stefan die Puppe über 50m – sie wird nach 25m Anschwimmen aus einer 3m Tiefe an die Oberfläche geholt und 25m abgeschleppt. Gisa schaffte gegen ihre Konkurrenz Platz 7, während Stefan bei den Herren nicht über Platz 10 hinauskam.

 

Am dritten Schwimmbadtag wurde die Puppe erneut aus 3m Tiefe geborgen. Nur dieses Mal mussten die Retter über 50m mit Flossen anschwimmen. Stefan legte die Strecke komplett tauchend zurück, wodurch er das Abtauchen kurz vor der Puppe umging und wertvolle Zeit einsparte. Nachdem er sie an die Wasseroberfläche gebracht hatte, schleppte er sie 50m ins Ziel und wurde in persönlicher Bestzeit von 59,96 Sekunden erneut mit Bronze belohnt. Gisa beendete diese Disziplin als siebte. Dafür holte sie sich mit ihrem Team in der 4 x 25m Puppenstaffel ein weiteres Mal die Silber-Medaille ab. In einem packenden Rennen schleppte sie die Puppe als Schlussschwimmerin ins Ziel und musste sich nur knapp dem Team aus Ottawa/Kanada geschlagen geben.

 

An den Tagen vier bis sechs wurden die Wettkämpfe im Meer und am Strand ausgetragen. Gisa setzte weitere hohe Maßstäbe trotz geringerer Trainingsmöglichkeiten für die Disziplinen im offenen Meer. Sie absolvierte jede Disziplin bis ins Finale.

 

Beim Rettungsbrettrennen laufen die Retter mit dem Brett ins Meer, springen auf und bewältigen einen von Bojen abgesteckten Kurs von ca. 700m, um dann mit dem Brett unter dem Arm laufend in Ziel zu kommen. Gisa erreichte Platz 6, während Stefan mit dem 11. Platz im Vorlauf das Finale verpasste. Das Surf-Ski (offenes „Paddelboot“)-Rennen startet am Anfang der Brandung, die Athleten fahren einen Kurs von ca. 1000m und dann mit der auslaufenden Brandung durchs Ziel. Gisa belegte einen beachtlichen siebten Platz. Beide Brühler waren im Finallauf des Brandungsschwimmens vertreten. Gisa kam bei den Frauen als neunte ins Ziel, Stefan erreichte den Strand als 12. bei den Herren. Alle drei dieser vorgenannten Rennen werden nacheinander in der Königsdisziplin Oceanwoman absolviert – nach dem Zieleinlauf einer Disziplin muss dabei zum nächsten Start durchgespurtet werden. Dieses sehr anstrengende Rennen schaffte Gisa mit Platz 6 und hatte am letzten Wettkampftag noch die Energie das Ziel des 2km Strandlaufs als fünfte zu erreichen.

 

Eine hervorragende Bilanz für beide Retter aus Brühl – tolle Voraussetzungen für erfolgreiche Rettungen!